Im Mai 2007 druckte der Daily Telegraph die angeblich endgültige Lösung des Rätsels um Jocelyn Hay, den 22. Earl of Errol, der im Jahre 1941 in Nairobi, Kenia ermordet wurde. Angeblich war es Sir Jock Delves Broughton, der des Verbrechens angeklagt, aber damals nicht schuldig befunden wurde. Errol hatte eine Affäre mit Broughtons Frau und Broughton schlich, so sagte der Artikel, zurück in den Fond von Errols Auto und erschoß ihn auf der Langata-Straße außerhalb von Nairobi. Angeblich hat ihm Dr Philips, ein Emigrant aus Europa, dabei geholfen. Philips hatte wenig Geld und war (vermutlich gegen Bezahlung) bereit, Broughton nach der Tat abzuholen.
Ein Verbrechen aus Leidenschaft? Oder war das bloß ein Ablenkungsmanöver?
Zu dieser Zeit war Errol in Kontakt mit vielen Mitgliedern der Oberklasse in England. Es war bekannt, dass er eine faschistische Gesinnung hatte, dass er Hitler bewunderte und dass er gegen den Krieg mit Deutschland war.
Zu Anfang des Krieges im Jahre 1940 war Jocelyn Hay Chef des Rekrutierungsbüros in Nairobi und damals erhielt eine ungewöhnliche Anzahl Ausländer jüdischen Ursprungs Offizierspositionen in am Kampf nicht beteiligten Regimentern der Armee.
Die Situation führte zu einem gewissen Maß an Unzufriedenheit, und einer der Siedler ging zu Errols Büro um seine Aufmerksamkeit auf diese Tatsache zu ziehen. Er bemerkte, daß seine Sekretärin niemand anders war als Fräulein Somen, deren Bruder Issy neulich als Major angestellt worden war.
Nach dem Besuch im Büro schrieb der Siedler einen Brief an die Tageszeitung East African Standard. Der Brief wurden vom Redakteur mit der Anmerkung zurückgeschickt, dass die Veröffentlichung den Kriegsanstrengungen schaden würde.
Der Brief wurde danach zur Zeitung Farmer's Weekly in Nakuru geschickt, wo er veröffentlicht wurde.
Damit schien die Sache erledigt. Bald danach brach im Büro ein Feuer aus das unglücklicherweise alle Dokumente zerstörte. Bei der Untersuchung sagte Fräulein Somen aus, dass sie die letzte Person im Büro gewesen war, und dass sie möglicherweise den Wasserkessel angelassen hatte.
Kurze Zeit später wurde Errol erschossen.
Das Erwähnen des Namens "Dr Philip" im Artikel des Daily Telegraph gibt dem Verbrechen eine neue Dimension. Warum sollten sich ein Hals-, Nasen- und Ohrenspezialist mit einer gutgehenden Praxis in einen Mord verwickeln lassen? Tat er es, weil er Jude war?
War es wirklich ein Verbrechen aus Leidenschaft? Oder war die Tat mit zionistischen Interessen verbunden?
Dieselben Hände ziehen immer noch die Fäden bei den heutigen Unruhen in Kenia.
Unruhen und Korruption waren schon immer ihre bevorzugten Methoden. Könnte dies damit zusammenhängen, dass Kenia für einen weiteren der vielen US-Stützpunkte ausersehen wurde? Man muß dabei bedenken, dass "US" in diesem Zusammenhang gleichbedeutend mit "Israel" ist.
Es scheint, dass diese "Krise" einen der Schlüsselpartner der Vereinigten Staaten in Afrika bedroht, und die Entscheidung Washingtons, wo die neue Kommandozentrale Afrikom gebaut werden soll, beeinflussen könnte.
Ein instabiles Kenia bedeutet eine instabile Region und nach den Worten von Kurt Schillinger vom Südafrikanischen Institut für Internationale Beziehungen ist diese Gegend bereits instabil.
Kenia hat sich als williger US-Sicherheitspartner erwiesen, der seine Grenzen schnell dicht gemacht hat und Dutzende verdächtiger islamischer Aktivisten, die im Jahre 2006 aus Somalia geflohen waren, festgenommen hat. Afrika-Spezialisten meinen, dass Kenia der natürliche Standort für Afrikom wäre, welches im letzten Oktober gegründet wurde und derzeit in Stuttgart, Deutschland auf einen afrikanischen Standort wartet.
Afrika ist in der Tat das neue Angriffsziel, sei es für seine strategische Position, seinen Mineralreichtum oder seine billigen Arbeitskräfte.