Am Samstag den 30. August 1997 prallte ein gemieteter Mercedes im Alma-Tunnel in Paris auf. Der Fahrer Henri Paul und zwei Passagiere, Prinzessin Diana und Dodi Al Fayed, wurden getötet und Trevor Rees-Jones wurde schwer verletzt.

WAR DER VERKEHRSUNFALL GEPLANT ODER WAR ES EIN ECHTER UNFALL?

Am Samstag den 30. August 1997, gegen 14:00 Uhr, flogen Dodi Al Fayed und Prinzessin Diana von Sardinien nach Paris.

Henri Paul, der einundvierzig Jahre alte, stellvertretende Chef der Hotelsicherheit des Hotels Ritz in Paris traf sich mit ihnen und fuhr einen Reservewagen hinter ihnen zur Villa Windsor und von dort zum Ritz.

Um 23 Uhr erhielt Dodi angeblich einen "beunruhigenden" Anruf auf seinem Handy.

Um den Paparazzi zu entkommen, verlangte Dodi angeblich von Henri Paul, er solle ihn und die Prinzessin ohne die zwei normalen Fahrer zu seiner Wohnung fahren. Seine Idee war, den Reservewagen zuerst abfahren zu lassen. Danach sollte ein Köderwagen folgen, der allein und auf einer anderen Route fahren sollte. Dieser Plan verletzte zwei Regeln der persönlichen Sicherheit: Fahren in einem Auto ohne getönte Scheiben und ohne Reservewagen.

Um 23:30 Uhr bestellte das Hotel Ritz bei der Autovermietungsfirma Étoile Limousine einen Mercedes, der als Köderwagen dienen sollte.

Kurz vor Mitternacht rief Dodi seinen Vater in Großbritannien an.

Um 0:18 Uhr zeigten die Sicherheitskameras Dodi und Diana, wie sie in einer kleinen Vorhalle beim Hintereingang des Ritz mit Henri Paul sprachen.

Um 0:19 Uhr verließ das Paar das Hotel mit Trevor Rees-Jones, dem Leibwächter, und folgte Henri Paul zum Auto. Von all diesen legte angeblich nur Rees-Jones seinen Sicherheitsgurt an.

Minuten nachdem der Mercedes abgefahren, war zeigten die Kameras des Ritz Bilder eines weißen Fiat Uno.

Dodis Plan schlug fehl. Sechs oder sieben Fotografen warteten am Hintereingang des Ritz und mehrere von ihnen folgten dem Mercedes.

Um 0:20 Uhr bog der Mercedes nach rechts in die Rue de Rivoli ab.

Statt den kürzesten Weg zu Dodis Wohnung zu nehmen, bog er nach rechts ab und folgte dem Ufer der Seine, d.h. weg von Dodis Wohnung.

Um 0:23 Uhr erreichte er die abschüssige Stelle, die zum Alma-Tunnel führt. Anstatt rechts zu fahren - ein akzeptabler Umweg zu Dodis Wohnung - fuhr der Wagen weiter in den Tunnel.

Etwa eine Sekunde später krachte er gegen den 13. Pfeiler, 64 Meter innerhalb des Tunnels. Dodi und Henri Paul starben sofort.

Als der Mercedes in den Alma-Tunnel fuhr, waren die Paparazzi 800 bis 1200 Meter, oder 90 Sekunden bis 2 Minuten Fahrzeit, dahinter.

Um 0:23:43 Uhr rief Paul Carrill, der am Place de l'Alma über dem Eingang zum Tunnel stand, den Rettungsdienst an.

Durch Zufall war eine der ersten Personen am Unfallort Dr Frederic Mailliez, ein Spezialist in Unfallmedizin.

Der erste Feuerwehrwagen kam um 0:32 im Alma-Tunnel an. Jetzt wurden die zwei Überlebenden von zwei Spezialisten behandelt, Mailliez und dem Feuerwehrmann Dominique Dalby, der außer Dienst war.

Um 0:45 Uhr kamen vier Ambulanzen und viele Polizisten am Unfallort an. Anders als die Polizei beschwerte sich keines der Mitglieder des Rettungsdienstes über das Verhalten der Fotografen.

Der Chef der Pariser Polizei und Patrick Riou, der Chef der Pariser Kriminalpolizei kamen um 1:15  Uhr an.

Sieben Fotografen wurden gleich außerhalb des Alma-Tunnels festgenommen.

Um 1: 30  Uhr wurden die festgenommenen Fotografen zu einer Polizeistation gebracht. Ihre Kameras wurden beschlagnahmt und all ihre Negative wurden sichergestellt. Jeder der Sieben wurde einzeln verhört. Alle erzählten die gleiche Geschichte: Sie seien nicht nahe an dem Mercedes gewesen als er in den Alma-Tunnel einfuhr.

Die Polizei wurde gewahr, daß einige Paparazzi den Tunnel schnell verlassen hatten um ihre Filmrollen an die Agenturen zu verkaufen. Die Polizei führte daher Razzien bei allen Agenturen durch und beschlagnahmte alle Negative.

Es ist nahezu sicher, daß im Tunnel ein grauer Citroen BX in die gleiche Richtung fuhr wie der Mercedes. Der Fahrer sah im Rückspiegel, wie der Mercedes auf seinen Wagen zuschleuderte, und gab Gas um aus dem Weg zu kommen. Er sagte, vor dem Mercedes wäre ein Motorrad zickzack gefahren um den Wagen zu verlangsamen. Das Paar sah wie der Mercedes auffuhr und Henri Paul gegen das Steuerrad flog. Sie unternahmen nichts um den Rettungsdienst zu verständigen und machten erst am nächsten Tag Angaben bei der Polizei.

Am 12. September wurden sie von dem untersuchenden Beamtem vernommen, aber ihre Aussage wurde als unzuverlässig eingestuft. Es ist interessant festzustellen, daß die Polizei das Paar nicht unter dem "Guten-Samariter-Gesetz" angeklagt hat, nach dem jeder verpflichtet ist, Verletzten zu helfen.

Die meisten Zeugen waren am anderen Ende des Tunnels und acht der zehn Zeugen die dem Unfall am nächsten waren sagten aus, zwei Unfälle gehört zu haben. Andere sprachen davon, daß gleich nach dem Unfall ein Wagen den Tunnel in Eile verließ. Manche sprachen von einem Citroen, andere von einem Fiat Uno, genauer gesagt, von einem weißen Fiat Uno.

Viele sagten, sie hätten ein lautes Geräusch gehört, als der Wagen in den Tunnel einfuhr und danach zwei Unfälle, der erste ein kleiner und er zweite der tödliche. Andere Zeugen sprachen von quietschenden Reifen, gefolgt von einem kleineren Aufprall.

DAS SCHICKSAL DES FAHRERS UND DER PASSAGIERE

Um etwa 1:20 Uhr wurden die Leichen von Henri Paul und Dodi zum Leichenschauhaus gebracht.

Prinzessin Diana war vor 1:15 Uhr in der Ambulanz. Dr Durossi, der alle Rettungsmannschaften beaufsichtigte, sah Dianas Zustand als ernst aber nicht kritisch.

Um 2:06 Uhr, als die Ambulanz endlich beim Salpetriere-Krankenhaus eintraf, hatte sich ihr Zustand drastisch verschlechtert. Um 3:30 Uhr war sie tot und die französischen Behörden weigern sich, Details über die von ihr erhaltene Behandlung bekanntzugeben.

Um 2:10 Uhr wurde Trevor Rees-Johnes aus dem Wrack befreit und wurde eiligst zum Krankenhaus gebracht.

Die Familie von Rees-Jones beauftragte danach den Anwalt David Crawford, ihren Sohn zu vertreten, der seit dem Unfall nie wieder in der Öffentlichkeit gesprochen hat. Crawford wurde eine Aufzeichnung eines Verhöres vorgelegt, das Richter Stephan mit einem Angestellten von Étoile Limousine (der Firma die den Mercedes ans Ritz verlieh) durchgeführt hat. Dieser sagte aus, er habe vor dem Unfall ein Gespräch gehört, in dem gesagt wurde, daß es unbedingt notwendig sei, "Trevor zu kriegen".

Eine italienische Zeitung berichtete die Ereignisse als ein Attentat auf Rees-Jones. Am 10. September, zwei Tage nach einer erfolgreichen Operation fiel er in ein Koma. Angeblich hatte er das Dreifache der üblichen Dosis an Beruhigungsmittel erhalten.

Was hat Trevor Rees-Jones gesehen oder gehört das so gefährlich sein könnte? Als er dann wieder zu Bewußtsein kam, bestand er jedoch darauf, daß er sich an nichts erinnern konnte.

DAS UNFALLFAHRZEUG

Für forensische Spezialisten ist es Routine, eine Untersuchung des Unfallfahrzeuges am Unfallort durchzuführen. Der Mercedes wurde jedoch um etwa 3:00 Uhr weggeschleppt.

Entsprechend dem normalen Verfahren wäre der Tunnel geschlossen worden, bis die forensischen Spezialisten ihre Beweise gesammelt hätten. In diesem Fall fuhren jedoch eine Stunde nachdem der Mercedes abgeschleppt worden war, Straßenreinigungsfahrzeuge in den Tunnel ein und der Tunnel wurde um etwa 4:30 Uhr wieder eröffnet. Die Zeit, die für die Beweissuche zur Verfügung stand, war daher minimal.

Es wurde schließlich festgestellt, daß der Mercedes in die rechte Tunnelwand gefahren war, dann auf eine Säule geschleudert wurde und danach in die Mitte des Tunnels zurückgeschleudert wurde. Es brauchte siebzehn Tage bis die Polizei die Frage stellte, warum denn der Mercedes in die rechte Wand gefahren sei.

Ein Polizist außer Dienst, der an der Suche teilgenommen hatte, fand Bruchstücke eines roten Hecklichtes nahe am Ende des Tunnels. Es brauchte siebzehn Tage ehe dieser Spur nachgegangen wurde.

Zwölf Stunden nach dem Unfall war die Verkehrspolizei unter starkem Druck vom Elysée, dem Büro des französischen Staatspräsidenten.

Das Wrack des Mercedes wurde vom Tunnel zum forensischen Labor IRCGM gebracht, wo Frankreichs führende forensische Experten, François Nibodeau und Bernard Amouroux, ihre Arbeit einen Tag nach dem Unfall und fern der Unfallstelle aufnahmen.

Nibodeau sagte, er hätte Bedenken wegen der Einmischung in seine Arbeit durch Geheimdienste, speziell ausländische Geheimdienste.

Eine Anzahl Rekonstruktionen wurde vorgenommen und nach diesen Experimenten überreichten Nibodeau und seine Kollegen ihren Bericht am 1. November 1998.

Einige Theorien sagen, daß Henri Paul die Kontrolle über den Mercedes verlor, da er von Blitzlichtern geblendet wurde, die außerhalb des Wagens und innerhalb des Tunnels ausgelöst wurden. Es scheint, daß ein Blitzlicht gerade außerhalb des   Tunnels ausgelöst wurde, aber dies war eine gewöhnliche Geschwindigkeitskamera die ausgelöst wurde weil der Mercedes schneller als 60 km/h fuhr.

Dieses Foto wurde zurückgehalten, denn es hätte sofort die Frage nach der Geschwindigkeit des Mercedes beantwortet.

Das Unfallfahrzeug, ein Mercedes S280, wurde im April in Paris gestohlen. Der Eigentümer, die Firma Étoile Limousine (eine Autovermietungsfirma, die dem Ritz-Hotel gehört), meldete den Diebstahl der Polizei. Ein paar Wochen später fand die Polizei das Auto, in dem die Elektronik und das Bremssystem entfernt worden waren. Die fehlenden Teile wurden neu installiert.

Falls der Unfall geplant war, wäre Manipulieren der Elektronik und des Bremssystems wohl die beste Methode. Man hätte das neue System umbauen können, so daß es auf Befehle einer Fernbedienung reagiert, etwa mit einem elektronischen Baustein der nur zu arbeiten beginnt wenn er ein bestimmtes Signal auf einer bestimmten Frequenz erhält. Sobald der elektronische Baustein arbeitet, verliert der Fahrer die Kontrolle.

Der französische Untersuchungsbericht stellte jedoch fest, daß das Fahrzeug genau untersucht wurden, und daß keine Spuren eines solchen elektronischen Bausteins oder anderer Arten von Sabotage gefunden wurden.

FUHR DER MERCEDES AUF ODER WURDE ER VON EINEM ANDEREN FAHRZEUG ANGEFAHREN?

Nachdem die Polizei behauptet hatte, daß der Tunnel keine Objekte von forensischer Relevanz enthält, sagte sie am 18. September, daß Splitter von einem roten Hecklicht untersucht werden. Die Splitter waren im Tunnel gefunden worden und gehörten angeblich zu einem Fiat Uno, der zwischen 1983 und 1989 hergestellt wurde.

Wissenschaftler fanden auch zwei Arten Kratzer auf dem Mercedes. Eine Art an der Vordertür, und viel größere, weiße Kratzer am Außenspiegel und der rechten Hintertür. Die schwarzen Kratzer enthielten Spuren von Polypropylen, das für die Herstellung von Stoßstangen mancher Autos verwendet wird. Die weißen Kratzer waren interessanter, denn sie zeigten Spuren weißer Farbe. Ihre Zusammensetzung war als "Blanco 210" bekannt und wurde an weißen Fiat Unos verwendet, die zwischen 1983 und 1987 hergestellt wurden.

MÖGLICHE ZEUGEN

Genau so wie die Polizei versäumte, grundlegende, forensische Arbeit zu tun, so versäumt sie auch, alle möglichen Zeugen zu verhören.

Einer der wichtigsten Zeugen war Eric Petel, der aussagte, er wäre auf seinem neuen Motorrad  nach Hause gefahren und wäre auf der Fahrt zum Alma-Tunnel von einem Mercedes überholt worden. Er sagte auch, daß er von keinem anderen Auto oder Motorrad überholt worden war, und daß keine Paparazzi um das Auto waren. Er bemerkte jedoch aufblinkende Scheinwerfer innerhalb des Tunnels und nahm an, dies sei eine Warnung für den Mercedes wegen der aufgestellten Geschwindigkeitskamera.

Als Petel in die Kurve fuhr die abwärts zum Tunnel führt, hörte er eine "Implosion" und dachte, daß sie von seinem eigenen Auspuff käme. Sekunden danach folgte der betäubende Krach als der Mercedes auffuhr.

Er blieb stehen, parkte sein Motorrad an der Tunnelwand und lief zu dem Mercedes, kehrt zurück zu seinem Motorrad um Hilfe zu holen und rief den Rettungsdienst von einer nahegelegenen Telefonzelle an.

Der Bereitschaftsdienst nahm ihn nicht ernst, daher ging er zur nächsten Polizeistation. Her wurde er wie ein Idiot behandelt und für eine halbe oder dreiviertel Stunde in Handschellen gelegt.

Nachdem er zum Polizeihauptquartier gebracht worden war, ließ man ihn erst eine halbe Stunde warten, bis ihn ein Inspektor über seine Beschreibung der "Implosion" verhörte. Es war beinahe 6:00 Uhr als ein hochrangiger Beamter hinzukam, ihm praktisch eine Verwarnung gab, und ihn dann gehen ließ.

Petel kehrte nach Hause zurück und rief seinen Vater an, der sich mit seinem Anwalt Antoine Desguines in Verbindung setzte.

Am 31. August wies die französische Polizei die Journalisten an, Petel und alles was er zu sagen hätte zu ignorieren, da er ein Drogensüchtiger mit einem langen Vorstrafenregister sei.

Anwalt Antoine Desguines war jedoch von Petel beeindruckt und glaubte seine Geschichte. Aber der Versuch, den untersuchenden Beamten dazu zu bringen, Petel zu sehen, waren erfolglos. Erst sieben Monate später wurde Petel ein Gespräch mit Richter Stephan erlaubt und er wiederholte seine Geschichte.

Petel war überzeugt, daß der Autounfall kein echter Unfall war. Er nahm an, daß irgend etwas mit dem Wagen passiert sei, und daß er vor dem Aufprall ein Geräusch gehört hätte.

Es gibt ein Foto, das eindeutig von der Blitzlichtkamera außerhalb des Tunnel genommen worden war. Es ist ein Frontalbild, das alle Personen im Wagen zeigt.

Die Pariser Polizei behauptete, der Mercedes sei mit einer Geschwindigkeit von 192 km/h gefahren, war jedoch gezwungen, diese Behauptung zurückzuziehen nachdem die Firma Mercedes-Benz darauf bestand, daß sich der Tachometer bei einem Unfall auf Null zurücksetzt.

Die Untersuchung stellte des weiteren fest, daß die Paparazzi nicht der Grund für den Unfall sein konnten. Die Verkehrspolizei mußte zugeben, daß keiner der dem Mercedes mit der angegebenen Geschwindigkeit gefolgt wäre, eine Beteiligung an dem Unfall hätte vermeiden können.

FALSCHE BESCHULDIGUNG

Warum haben die französischen Behörden die Geschichte von Petel unterdrückt? Taten sie es um die Fotografen beschuldigen zu können und so Grund zu haben, ihre Negative zu beschlagnahmen und sie praktisch mundtot zu machen?

Wurden die Fotos aus Pietätsgründen beschlagnahmt, oder um alle Beweise zu zerstören?

Sechsunddreißig Stunden nach dem Autounfall waren die Paparazzi nicht länger die Schuldigen, und so wurde ein neuer Schuldiger gefunden - Henri Paul, der betrunkene Fahrer, dessen Blut genug Alkohol enthielt um zweimal über der legalen Grenze in Großbritannien zu liegen und dazu auch noch zwei verschiedene Medikamente gegen Depression.

Henri Paul

Er wurde im Juli 1936 geboren, hatte ausgezeichnete Schulzeugnisse und wurde vom Hotelmanagement als Modellangestellter beschrieben. Er absolvierte seinen Militärdienst und lernte fliegen (mit Qualifikation für Instrumentenflug).

Im Jahr 1985 zog Henri Paul von der Bretagne nach Paris um und wurde im Hotel Ritz angestellt.

Drei Tage vor seinem Tod unterzog sich Henri Paul einer medizinischen Untersuchung um seinen Pilotenschein zu erneuern. Der Arzt beschrieb seine Reflexe und seinen allgemeinen Gesundheitszustand als gut.

Privatfliegerei ist kein Hobby für arme Leute, und mit seinem Grundgehalt von 3 000 Pfund pro Monat hätte er sich nicht viel Fliegerei leisten können. Dodi hatte ein Flugzeug das er borgen durfte.

Seine Bankkonten zeigten aber, daß er sich das Fliegen doch leisten konnte. Er hatte drei Millionen französische Franc und etwa dreihunderttausend Pfund in dreizehn verschiedenen Bankkonten. In den acht Monaten vor dem Verkehrsunfall wurden an fünf verschiedenen Terminen je 40 000 Franc, etwa 4 400 Pfund, in sein Konto bei der Caisse d'Epargne eingezahlt, jedesmal bar.

Es ist offensichtlich, daß Henri Paul nicht von seiner offiziellen Arbeit abhing. Es scheint, daß er Gelegenheitsarbeiten für verschiedene Geheimdienste ausführte, einschließlich dem britischen und dem israelischen Geheimdienst.

Sein Adreßbuch enthielt Kontaktnummern von Personen beim Direktorat für Landessicherheit, dem Informationsbüro der Nationalpolizei und, besonders erstaunlich, dem Büro des französischen Staatspräsidenten.

Eine Videoaufzeichnung zeigt Henri Paul wie er am 30. August um 21:53 Uhr seinen Wagen parkt und das Ritz Hotel um 22:09 Uhr betritt.

Henri Paul verbrachte die nächsten zwei Stunden mit den zwei Leibwächtern Trevor Rees-Jones und Ken Wingfield in der Hotelbar. Hätte er irgendwelche Zeichen von Alkoholeinfluß gezeigt, hätten sie ihm sicher nicht erlaubt zu fahren.

Später, als Trevor Rees-Jones aussagte, daß er sich an nichts erinnern könne, bestand er jedoch trotzdem darauf, daß Henri Paul nicht betrunken war.

Sein Körper wurde zum gerichtsmedizinischen Institut gebracht, einem sehr angesehenen, pathologischen Labor das mit der Universität von Paris verbunden ist. Sein Chef, Professor Dominique Lecompte, Frankreichs bester Pathologe und Dr Gilbert Pepin arbeiteten an der Autopsie.

Die Autopsie begann um 8:30 und noch ehe die Arbeit abgeschlossen war, waren schon Details zur Presse durchgesickert.

Zusätzlich zu Alkohol schien er auch noch Prozac und Tiapride genommen zu haben. Keine dieser Drogen paßt zu einem sportlichen und gesunden einundvierzig Jahre alten Mann. Bei der medizinischen Untersuchung für den Pilotenschein drei Tage zuvor waren keine dieser Drogen gefunden worden.

Ungewöhnlich ist, daß nach den ersten Proben am Sonntag, weitere Proben am 1. September und danach am 4. September entnommen wurden.

Obwohl die Ergebnisse der Autopsie sehr eindeutig schienen, forderte der Gerichtsbeamte Herve Stephan am 4. September einen zweiten Satz Proben. Er wollte auch die erstaunlichen Konzentrationen von Kohlenmonoxid in Henri Pauls Blut prüfen lassen.

Am 5. September forderte er einen weiteren Satz Proben an. Am 8. September fragte Richter Stephan Professor Lecompte über die exakten Bedingungen und den genauen Platz an dem die Proben entnommen worden waren.

Henri Pauls Familie versuchte, eine unabhängige Obduktion zu organisieren, aber der Antrag wurden von den französischen Behörden abgelehnt.

Ein weiterer Fehler bei der Konservierung der Proben machte es unmöglich die DNS zu prüfen.

Al Fayed stellte danach drei unabhängige Spezialisten der Pathologie an, die eine Vielzahl von Unterlassungen in der Obduktion feststellten.

Die Gegenwart von Kohlenmonoxid (angeblich 20.7 Prozent) verblüffte alle drei Experten und könnte wie folgt erklärt werden: (a) Belastung durch hohe Konzentrationen von Kohlenmonoxid; (b) Fehler bei der Analyse; (c) Vertauschen der Proben.

In der Nacht vom 30. zum 31. August trafen 23 Leichen in dem Leichenschauhaus ein. Die relevanten Dokumente mit den Namen und Adressen der Verstorbenen wurden vom Justizministerium unter strengem Verschluß gehalten.

DER WEISSE FIAT UNo

Drei Zeugen behaupteten, einen weißen Fiat Uno gesehen zu haben. Es wäre eine einfache Polizeiaufgabe, in der entsprechenden Datenbank nachzusehen, ob einer der Paparazzi ein registrierten Besitzer eines Fiat Uno ist.

Dies war jedoch nicht Teil der Polizeiuntersuchung.

Es war MacNamara, ein ehemaliger Mitarbeiter von Scottland Yard, der die französische Polizei darauf aufmerksam machte, daß einer der Paparazzi, der Diana den ganzen Sommer lang gefolgt war, einen weißen Fiat Uno fuhr. Die französische Polizei hat den ehemaligen Polizeiinspektor jedoch informiert, daß er mit strafrechtlicher Verfolgung zu rechnen hat, wenn er sich nochmals in eine Untersuchung der französischen Polizei einmischt.

Einer der erfolgreichsten Fotografen unter den Presseleuten war James Andanson. Er hatte einen weißen Fiat Uno, den er normalerweise auf seiner Farm im zentralen Teil Frankreichs benutzte.

Es scheint, daß er den Wagen einen Monat nach dem Unfall verkauft hat. Der Wagen wurde in einer Garage gefunden und entsprach der Beschreibung der Zeugen als "alt und schäbig". Er war mit einem neuen Hecklicht ausgestattet worden.

In seiner abschließenden Zusammenfassung bemerkte Richter Stephan, daß der weiße Fiat Uno niemals gefunden wurde und machte keine Erwähnung von Andanson.

James Andanson

Er wurde im Jahr 1946 geboren. Sein ursprünglicher Name war Jean Paul Gonin, aber er nahm bei seiner Eheschließung den Namen seiner Frau "Andanson" an.

Er war einer der Gründer der Sigma Photo Agency und in 1997 der erfolgreichste Paparazzi der Welt, mit vielen Kontakten, einschließlich Kontakten im Waffengeschäft wie Adnan Khashoggi, den Ex-Schwager von Mohamed Al Fayed. (Dodis Vater und sein Onkel zerstritten sich in den 1970ern nach der Scheidung von Khashoggis Schwester, doch Dodis Beziehung zu seinem Onkel blieb eng.)

Ein anderer Kontakt von Andanson war der sozialistische Premierminister Beregovoy, der nach den Wahlen am 1. Mai 1993 nach einem angeblichen Selbstmord  mit einer Kugel im Kopf in einem Kanal aufgefunden wurde.

Am Tag an dem Beregovoy starb war Andanson angeblich in Nevers. Viele Leute die er fotografiert hat, starben einen gewaltsamen Tod. Es scheint wahrscheinlich, daß Andanson nicht allein arbeitete, sondern durch Geheimdienste, französischen, britischen oder anderen Ursprungs, gesteuert wurde.

Andanson hat gegenüber bestimmten Personen zugegeben, daß er zur Zeit des Unfalls im Tunnel war und daß er die letzten Augenblicke der Prinzessin im Tunnel fotografiert hat.

Mindestens zwei Zeugen sagten aus, daß der Fiat auf der Straße vor dem Mercedes zickzack gefahren sei.

Als Al Fayeds Detektive die Aufmerksamkeit der französischen Polizei auf Andansons Fiat zogen, ging diese zu seinem Haus. Die Polizei gab als Grund für ihren Mangel an Interesse an, daß der Lack des Fiat Uno nicht den am Mercedes gefundenen Lack entspricht, und daß eine solche Übereinstimmung auch nichts beweisen würde.

Beim Polizeiverhör änderte Andanson zweimal seine Aussage. Die Geschichte die er der Polizei über seinen Fiat Uno erzählte war auch widersprüchlich. Die französische Polizei hat Andansons Alibis nicht besonders gründlich untersucht.

Am 4. Mai 2000 fuhr James Andanson angeblich in seinem BMW, kaufte Benzin und setzte sich in einer Stadt etwa 600 km südlich seiner Farm in Lignieres selbst in Brand.

Die Polizeiuntersuchung wurde am 4. Mai 2000 durchgeführt und war sehr einfach. Es wurde nicht gefragt ob Andanson vielleicht ermordet worden war, oder ob er vielleicht noch am Leben war. Es war ja nicht klar, daß Andanson tot war, da angeblich nur Asche gefunden worden war, und ein Kanister Benzin ist sicherlich nicht genug um einem Körper zu Asche zu reduzieren. Man hätte eher ein verbranntes Skelett finden sollen.

Der Kanister Benzin wurde mit seiner Kreditkarte gekauft, die nicht in Asche verwandelt worden war, denn sie wurde drei Tage nach seinem Tod benutzt und nach weiteren sieben Tagen nochmals verwendet.

DIE HABSELIGKEITEN DER OPFER

Die Habseligkeiten der Unfallopfer wurden im Detail dokumentiert.

Bei Prinzessin Diana wurden bestimmte Schmuckstücke und, nach einem Bericht, Kokain in der Handtasche gefunden.

Dodi hatte 1000 Französische Franc (etwa 110 Pfund) am Körper, aber sonst nichts - keine Papiere, keine Brieftasche, nicht einmal ein Feuerzeug oder ein Handy, obwohl er dafür bekannt war, daß er immer an seinem Handy hing.

Der erstaunlichste Fund war ein relativ hoher Geldbetrag von 12 500 Französischen Franc (etwa 1 400 Pfund) an Henri Pauls Körper.

Im Licht der Geheimdienstverbindungen von Henri Paul deutet eine hoher Geldbetrag an, daß er gerade von einem Treffen mit einem seiner Verbindungsmänner gekommen war.

DIE FRAGEN

Warum hat Dodi speziell Henri Paul gefragt, als Chauffeur zu fungieren?

Warum hat er die normalen Sicherheitsregeln umgangen?

Hat er auf Anweisungen einer anderen Partei gehandelt?

Wollte er irgendwo hingehen und zog es vor, daß sein Vater nichts davon weiß?

Warum ließ er den Wagen eine Route nehmen, die eine Fahrt durch den Alma-Tunnel einschloß?

War es, weil die Abzweigung von Motorradfahrern blockiert war (wie Brenda Wells aussagte, eine Zeugin die niemals aufgesucht wurde)?

War es, weil der Mercedes erst woanders hinfahren sollte, ehe es zurück zur Wohnung ging? (Diese Theorie wird dadurch gestärkt, daß Dodi verabredet hatte, zu einem Treffen beim Passy-Kennedy-Gebäude zu gehen, welches etwa eine Meile vom Alma-Tunnel liegt.)

Hat der Wagen gebremst, und was war der kleine Aufprall?

Warum hat es vierzig Minuten gebraucht, Prinzessin Diana aus dem Wrack zu holen?

Warum hat die Ambulanz auf dem Weg ins Krankenhaus zweimal gestoppt?

Warum hat die Polizei keine grundlegende, gerichtsmedizinische Arbeit geleistet und warum wurden viele Zeugen nicht ordnungsgemäß verhört?

Warum gab es Chaos bei der Autopsie von Henri Paul und der Versuch, die Schuld auf ihn zu schieben?

Es ist kaum glaubwürdig, daß die französische Polizei normalerweise so ineffizient ist. Ihre Handlungen deuten an, daß diese Ineffizienz absichtlich und organisiert war. Aber von wem? Sicherlich von einer Gruppe die mächtig genug ist, alle Versuche, die Wahrheit aufzudecken, auf beiden Seiten des Kanals zu unterbinden.

PRINZESSIN Diana

War sie das Ziel?

Als eine junge Frau in einer unglücklichen Situation, die ohne es zu wollen, in einer Zweckehe gelandet ist, wurde Prinzessin Diana ein ausgezeichnetes Manipulationsobjekt für Freunde und Vertraute.

Sie lebte in der Illusion, daß die Medien ihre Freunde seine, doch in Wirklichkeit wurde sie als Waffe gegen die Monarchie benutzt. Man muß bedenken, daß Monarchien schon immer vorrangige Angriffsziele waren.

Es ist auch eigenartig, daß ihre "Vertrauten" zwei ältere Frauen waren.

Ein Blick auf den Hintergrund von Rosa Monckton ist aufschlußreich. Rosa Monckton war im August, vor dem Unfall im Alma-Tunnel, mit Diana zusammen.

Die Moncktons sind eine britische Familie von Spionen und ein Beispiel für neu erworbenen Status. Ihr Großvater arbeitete für König Edward VIII und hielt ihn für die Geheimdienste im Auge.

Was auch immer seine ursprüngliche Rolle gewesen sein mag, MI6 ist kein britischer Geheimdienst mehr. Er hat Verbindungen mit dem CIA und auch mit Mossad. Dies heißt, daß Unternehmen von MI6 nicht notwendigerweise zum Wohl der Nation durchgeführt werden. So hat zum Beispiel der CIA über die Jahre eine Akte mit mehr als tausend Seiten über Prinzessin Diana gesammelt.

Rosa Moncktons Bruder Anthony Monckton war ein Offizier bei MI6 und ihr Mann Dominic Lawson ist ein Jude und der Sohn von "Lord" Lawson (einst Finanzminister) und Vanessa Salmon, Erbin des Konzerns Lyons Corner House, während seine Schwester die Frau von Charles Saatchi ist - dessen jüdischer Familie die gleichnamige Werbefirma gehört).

Von 1995 bis 2005 war Lawson Herausgeber des Sunday Telegraph, einer Zeitung in der Hollinger-Kette (d.h. Conrad Black - wieder ein Jude - dem derzeit ein längerer Aufenthalt im Gefängnis wegen Veruntreuung bevorsteht).

Mit diesem Hintergrund und diesen Verbindungen muß man sich fragen, ob Rosa Monckton aus anderen Gründen als Freundschaft den inneren Kreis um die Prinzessin suchte und ihre Vertraute wurde?

Die andere enge Freundin war Lucia Tarson Flecha da Lima, die Frau des brasilianischen Botschafters, hinter deren Namen auch ein Fragezeichen gesetzt werden muß, da Brasilien voll und ganz in den Händen der "Globalisten" ist.

Al Fayed/Khashoggi

Dodi Al Fayed war ein reicher Playboy mit zweifelhaftem Ruf. Sein Vater besteht darauf, daß der Autounfall geplant war, und dies basiert sicherlich auf Informationen die nicht allgemein verfügbar sind. In diesem Zusammenhang sind die Verbindungen von Mohamed al Fayed sehr interessant.

Im Jahr 1953 waren GWH Bush und Mohammed Al Fayed Direktoren der Singer Nähmaschinenfabrik. Später wurden Bush und Khashoggi mit der Iran-Kontra-Affäre in Verbindung gebracht und beide hatten Kontakt zu George de Mohrenschildt, dem CIA-Agenten dar auch Lee Harvey Oswalds Sponsor war, als dieser von der Sowjetunion in die Vereinigten Staaten zurückkehrte.

Im Jahre 1964 war Mohamed Al Fayed Geschäftspartner des CIA-Agenten George de Mohrenschildt in Haiti.

Während der 1970er war Adnan Khashoggi (zu dieser Zeit Mohamed al Fayeds Schwager) der Zwischenhändler für etwa 80 Prozent aller ausländischen Militärsysteme in Saudi-Arabien. Im Jahre 1973 lobte ein Vertreter des Pentagon Khashoggis Arbeit und Unterstützung im Mittleren Osten.

Auch Dr Kissinger hatte gute Kontakte mit De Mohrenschildt und es war Kissinger, der GWH Bush im Jahre 1975 als Direktor des CIA anstellte.

Wer sind die größten Hersteller von Landminen? Großbritannien und die USA.

Henri Paul

Wie bereits erwähnt, hatte Henri Paul Geheimdienstverbindungen, doch es scheint unwahrscheinlich, daß er freiwillig seinen eigenen Tod mitorganisierte. Es ist jedoch möglich, daß er und Trevor Rees-Jones zuviel wußten.

Auf die Frage "Warum?" werden wir wahrscheinlich niemals die Antwort kennen. Es ist jedoch sicher, daß die Insassen des Unglücksfahrzeuges für jemanden ein Problem geworden waren.

Und auf die Frage "Wer?" - MI6? CIA? Französischer Geheimdienst? Oder Mossad, der alle drei kontrolliert?